Wahrhaftig, Ungarn ist wunderschön, es gibt viel zu entdecken, neben der Sonne
findet man auch viel Schatten. Minderheitenprobleme, Armut, Umweltverschmutzung...
Man sollte mit offenen Augen auch hinter den schönen Schein schauen.
Budapest, die Hauptstadt ,
eine Stadt voll morbider Schönheiten der Donaumonarchie, eine Metropole, zweigeteilt, zusammengefügt aus Buda und Pest, aus arm und reich, Gegensätze trennend vereinend.Ihre Architektur und deren Sehenswürdigkeiten brauchen einen Vergleich mit Paris oder Wien nicht zu fürchten.
Budapest ist faszinierend und schön, voll pulsierendem Leben, eine Stadt erwachend aus dem Dornröschenschlaf sozialistischer Vergangenheit.
Abseits des geschäftigenTreibens, abeits vom Glanz und Gloria vergangener Epochen zeigt Budapest ein anderes Gesicht. Dort, wo kein Touristenmagnet zu finden ist, wo kein Reiseführer Touristengruppen von einer Attraktion zur nächsten treibt, dort zeigt sich die Armut in all ihren Facetten.Dort begegnet man Menschen, die nicht teilhaben am Aufbruch in eine neue Zeit.
Ungarn, das Land
Ungarn blickt zurück auf 2000 Jahre belegte Kulturgeschichte.
"Ungarn bedeutet Kulturgenuss!" (Quelle:Offizielle Webseite des Ungarischen Tourismusamtes).
Ungarn ist landschaftlich schön, bestückt mit Burgen und Schlössern, Ungarn steht für Puszta und Weite,für die Habsburger und Kaiserin Sissi, die Dynastie der Esterhàzy, Ungarn hat mit Pécs eine Kulturhauptstadt 2010.
Eine wichtige Einnahmequelle des ungarischen Staates ist der Tourismus, ob Balaton, Puszta oder die vielen Thermabäder, die zum Erholen und Entspannen einladen.
. Ungarn blickt aber auch zurück auf eine blutigeVergangenheit, auf Invasionen und Okkupationen, auf Unterdrückung und Fremdherrschaft und viele blutige Freiheitskriege Das" Rot "der ungarischen Nationalflagge symbolisiert das in diesen Kriegen vergossene Blut. Auch die schwermütige ungarische Nationalhymne ist voll Trauer und dem Flehen nach Gottes Beistand.Die Ungarn scheinen ein melancholisches Volk, widergespiegelt auch in seiner "Zigeunermusik", die man häufig mit Ungarn assoziert. Aber auch fast 50 Jahre sozialistische Diktatur hinterlassen Spuren im Denken, Fühlen und Handeln der Menschen, besonders wenn diese politische Macht besitzen. Heute im Jahre 2012 ist Ungarn mit vielen Problemen jedweder Art konfrontiert. Der erhoffte Anschluss an den Standard der EU Gründerstaaten gelingt weder wirtschaftlich noch gesellschaftlich oder politisch.Der Prozess der Demokratisierung ist durch die neue Verfassung blockiert, es geht rückwärts Schwere Probleme mit dem EU -Recht zeigen sich, Arbeitslosigkeit und Armut steigen.Die Probleme wachsen. Macht und Mandate scheinen Bestandsschutz zu genießen, viele Bürgermeister sind auch Parlamentarier, hinzu kommt das Selbstverwaltungssystem auf kommunaler und regionaler Ebene bei gleichzeitig fehlender Rechtshierachie. Dies führt, wie Kritiker sagen, zu 3200 Kleinkönigreichen in Ungarn., einfach ausgedrückt in den Komitaten, Städten und Dörfern macht jeder Bürgermeister, was er will. In diesen Kleinkönigreichen entscheidet der König über seine Untertanen und alles Getier. “ Demokratie geht anders, und allmächtige Kleinkönige sind ein Unding, öffnen sie doch persönlicher Willkür Tür und Tor. Auch Demokratie ist ein Lernprozess, den es zu bewältigen gilt.
Ungarn und seine Komitate
Ungarn und die EU Seit 2004 ist Ungarn ein EU - Land, eines der ärmeren, von der Wirtschaftskrise stark betroffen.Größter Handelspartner ist Deutschland. Während die Deutsche Wirtschaft in $ Billionen berechnet wird, reichen bei den Ungarn $ Milliarden.Zwar ist Deutschland flächenmäßig fast vier Mal so groß wie Ungarn und hat fast neun Mal soviele Einwohner, aber dies ist nicht der relevante Grund.Der Sozialismus hat seine Spuren hinterlassen, von denen eine Erhohlung schwierig ist. Ungarn hat zwei große Probleme die Arbeitslosenquote von 11,1% (euorstat 11.Mai 2010) und die Inflationsrate von über 5% (eurostat). Viele Ungarn sind arm und müssen um ihr eigenes Überleben kämpfen.Auch Ungarn gehört wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch zu den Sorgenkindern der EU.
Kann man unter diesen Bedingungen erwarten, dass die Ungarn sich für das Wohlergehen von Tieren einsetzen, wenn viele selber am oder unter dem Existenzminimum leben? Man kann es bedingt, denn es geht in erster Linie um die Achtung der Tiere, um eine artgerechte Haltung und Versorgung. Hier können wir unterstützen. Armut rechtfertigt in keinster Weise das Vernachlässigen, Quälen, Misshandeln oder das grausame Töten von Tieren.
Viele unserer Schüler sind sensibi,lisiert für Menschen und Tiere in Ungarn, viele wollen helfen und sind dabei.